So, wir haben alles ausgetauscht was ging.
Die Braunen haben nur noch 3 schlechte Mittelwände, davon 2 mit etwas Nektar. Alle 2 haben wir an die Außenseiten gehängt - dort werden sie nicht brüten.
Die Braunen haben eine schlechte Mittelwand unten an der Außenseite und 5 oben. 4 davon hatten einfach schon sehr viel Nektar, eine ist eine Brutwabe. Es ist aber nun die einzige Brutwabe auf einer schlechten Mittelwand, das wird wohl gehen.
Dienstag, 22. Mai 2018
Betroffen vom Mittelwandskandal?
Gestern war ich noch etwas im Imkerforum unterwegs und traf auf Fotos von löchrigen Brutnestern sowie deren Deutung. Man vermutete im Forum, dass gepanschte Mittelwände - also Mittelwände, die eben nicht wie vom Verkäufer beschrieben aus reinem Bienenwachs bestehen sondern aus Gewinnoptimierungsgründen vom Wachshersteller mit Zusatzstoffen die Paraffin oder Stearin versetzt wurden - die Ursache sind. Reines Bienenwachs ist teuer.
Der Skandal kam 2015/2016 auf, als betroffenen Imkern die Völker starben, da die Brut sich nicht entwickelte.
Ich hatte davon gelesen und auch gelesen, dass man Mittelwände nicht aus China, nicht aus dem Ausland, nicht von Amazon oder Ebay kaufen soll sondern beim Verkäufer seines Vertrauens.
Ich hab also etwas gesucht und dann Mittelwände bei der schwäbischen Firma G. aus A. gekauft, die auf ihrer Webseite verspricht, dass sie das Bienenwachs nicht mit Zusatzstoffen versehen und die auch Eigenwachs von Imkern zum Umarbeiten entgegennehmen. Das schien mir vertauenswürdig.
Die Bienen tun sich nach meinem laienhaften Empfinden aber etwas schwer mit dem Ausbau der neuen Mittelwände. Dass sie bereits Nektar in eine Wabe eintragen, die noch gar nicht vollständig ausgebaut ist, wundert mich auch. Und gestern habe ich ja sogar fotografiert, dass eine Ammenbiene eine Rundmade aus der Zelle einer frisch ausgebauten neuen Mittelwand geholt hatte. Was heißt hier „umplatzieren“? Vielleicht ist die Made krank oder tot und die Amme hat die Zelle geräumt? Und es gibt ein neues Loch im Brutnest?
Ich habe also im Internet weitergesucht nach den Namen der Gewinnoptimierer. Diese sind nicht so leicht herauszufinden, da kann man sich schnell eine Klage wegen Verleumdung einfangen. Aber etliche Links und
digitale Zeitungsartikel später war klar: auch mein schwäbischer Händler gehört dazu. Gegen ihn laufen - Stand Sommer 2017 - etliche Strafanzeigen. Es gibt Imker, die haben 100 kg Mittelwände dort gekauft und mussten neben den Verlusten an Bienen und Honig die Waben in 16.000 Rähmchen vernichten und neu einlöten. Das bedroht die Existenz und macht mich echt wütend.
Der Händler hat zu den Vorwürfen keine Stellung genommen. Es steht nicht fest, ob er selbst unwissentlich gepanschtes Material einkaufte und weiterverarbeitete oder selbst gepanscht hat. Oder immer noch panscht?
Bin ich auch betroffen?
In den beiden Beuten sind in der unteren Zarge nur je 1-2 der „schlechten“ Mittelwände vorhanden, die anderen Rähmchen kommen vom Verkäufer der Völker und sind an der dunklen Holz- und Wabenfarbe gut zu erkennen. In den oberen Zargen hängen 9 bzw. 10 neue Mittelwände. Annabells braunes Volk hat gerade erst angefangen, 5 obere Mittelwände auszubauen. Vielleicht ist etwas Nektar drin. Die werden wir alle ersetzen. Ich habe noch ein Patet (15 Stück) Mittelwände vom Berliner Händler mit Zertifikat. Agathas Grüne haben oben 5 Rähmchen mit nicht oder kaum ausgebauten Mittelwänden. Die müssen
auch raus. Na ja, die 15 vorhandenen sauberen Mittelwände werden nicht ganz reichen.
Alle verbliebenen schlechten Mittelwände werden gekennzeichnet, um sie sobald möglich zu vernichten. Außerdem haben wir ca. 22 in Rähmchen eingelötete Mittelwände. Dort sind schlechte und gute verarbeitet, aber ich kann sie nicht unterscheiden. Also alles weg.
Ich hoffe, die Zweifel an den Mittelwänden kamen mir noch rechtzeitig und der Schaden ist nicht allzu groß.
Der Skandal kam 2015/2016 auf, als betroffenen Imkern die Völker starben, da die Brut sich nicht entwickelte.
Ich hatte davon gelesen und auch gelesen, dass man Mittelwände nicht aus China, nicht aus dem Ausland, nicht von Amazon oder Ebay kaufen soll sondern beim Verkäufer seines Vertrauens.
Ich hab also etwas gesucht und dann Mittelwände bei der schwäbischen Firma G. aus A. gekauft, die auf ihrer Webseite verspricht, dass sie das Bienenwachs nicht mit Zusatzstoffen versehen und die auch Eigenwachs von Imkern zum Umarbeiten entgegennehmen. Das schien mir vertauenswürdig.
Die Bienen tun sich nach meinem laienhaften Empfinden aber etwas schwer mit dem Ausbau der neuen Mittelwände. Dass sie bereits Nektar in eine Wabe eintragen, die noch gar nicht vollständig ausgebaut ist, wundert mich auch. Und gestern habe ich ja sogar fotografiert, dass eine Ammenbiene eine Rundmade aus der Zelle einer frisch ausgebauten neuen Mittelwand geholt hatte. Was heißt hier „umplatzieren“? Vielleicht ist die Made krank oder tot und die Amme hat die Zelle geräumt? Und es gibt ein neues Loch im Brutnest?
Ich habe also im Internet weitergesucht nach den Namen der Gewinnoptimierer. Diese sind nicht so leicht herauszufinden, da kann man sich schnell eine Klage wegen Verleumdung einfangen. Aber etliche Links und
digitale Zeitungsartikel später war klar: auch mein schwäbischer Händler gehört dazu. Gegen ihn laufen - Stand Sommer 2017 - etliche Strafanzeigen. Es gibt Imker, die haben 100 kg Mittelwände dort gekauft und mussten neben den Verlusten an Bienen und Honig die Waben in 16.000 Rähmchen vernichten und neu einlöten. Das bedroht die Existenz und macht mich echt wütend.
Der Händler hat zu den Vorwürfen keine Stellung genommen. Es steht nicht fest, ob er selbst unwissentlich gepanschtes Material einkaufte und weiterverarbeitete oder selbst gepanscht hat. Oder immer noch panscht?
Bin ich auch betroffen?
In den beiden Beuten sind in der unteren Zarge nur je 1-2 der „schlechten“ Mittelwände vorhanden, die anderen Rähmchen kommen vom Verkäufer der Völker und sind an der dunklen Holz- und Wabenfarbe gut zu erkennen. In den oberen Zargen hängen 9 bzw. 10 neue Mittelwände. Annabells braunes Volk hat gerade erst angefangen, 5 obere Mittelwände auszubauen. Vielleicht ist etwas Nektar drin. Die werden wir alle ersetzen. Ich habe noch ein Patet (15 Stück) Mittelwände vom Berliner Händler mit Zertifikat. Agathas Grüne haben oben 5 Rähmchen mit nicht oder kaum ausgebauten Mittelwänden. Die müssen
auch raus. Na ja, die 15 vorhandenen sauberen Mittelwände werden nicht ganz reichen.
Alle verbliebenen schlechten Mittelwände werden gekennzeichnet, um sie sobald möglich zu vernichten. Außerdem haben wir ca. 22 in Rähmchen eingelötete Mittelwände. Dort sind schlechte und gute verarbeitet, aber ich kann sie nicht unterscheiden. Also alles weg.
Ich hoffe, die Zweifel an den Mittelwänden kamen mir noch rechtzeitig und der Schaden ist nicht allzu groß.
Montag, 21. Mai 2018
Drohnenrahmen ausgeschnitten, ersten Honig genascht
Heute durften wir endlich mal wieder in die Beuten schauen!
Annabells kleines braunes Volk hatte begonnen, den oberen Brutraum zu besetzen und 5 von 10 Mittelwandrähmchen auszubauen. Leider sind sie viel unordentlicher als Agathas Volk und lieben Wildbau zwischen unterer und oberer Zarge. Den haben wir entfernt.
Agathas Volk hatte ja schon vor 9 Tagen im oberen Brutraum mit dem Ausbau von 7 Mittelwänden begonnen und ersten Nektar eingetragen. Jetzt gab es bereits 2 Brutwaben mit offener und verdeckelter Brut und Futterkranz, sowie 3 Futterwaben, zum Teil mit bereits verdeckeltem Honig. Hm lecker, da können wir vielleicht bald etwas ernten.
Im unteren Brutraum gab es 6 Brutwaben zum Teil mit Futterkranz und eine ausbebaute Mittelwand, an der auf einer Seite Nektar eingetragen wurde.
Auf einer Wabe sieht es so aus, als wenn die Ammenbiene die Rundmade umplaziert. Hab ich noch nicht gehört, dass die Bienen die Brut auch wieder aus der Zelle nehmen?
Wir haben dann den Drohnenrahmen ausgeschnitten und die Brut vernichtet. Zwar waren noch nicht alle Zellen verdeckelt, aber nächstes Wochenende haben wir keine Zeit. Also lieber früher als zu spät. Da auch einiger verdeckelter Honig vorhanden war, haben wir den abgeteilt und als Trpfhonig verarbeitet. Wir haben heute also den ersten eigenen Honig gekostet! Ist nicht viel, aber immerin!
Annabells kleines braunes Volk hatte begonnen, den oberen Brutraum zu besetzen und 5 von 10 Mittelwandrähmchen auszubauen. Leider sind sie viel unordentlicher als Agathas Volk und lieben Wildbau zwischen unterer und oberer Zarge. Den haben wir entfernt.
![]() |
| Wildbau bei Annabell |
Auf einer Wabe sieht es so aus, als wenn die Ammenbiene die Rundmade umplaziert. Hab ich noch nicht gehört, dass die Bienen die Brut auch wieder aus der Zelle nehmen?
![]() |
| Platziert die Biene in der Mitte die Rundmade um? |
![]() |
| Drohnenrahmen mit Bienen |
![]() |
| Drohnenrahmen abgefegt |
![]() |
| Der erste geerntete Honig |
![]() |
| Na ja, ist noch nicht viel |
Sonntag, 20. Mai 2018
Dumm gelaufen
Tja...
Gestern war ganz viel Betrieb am Flugloch von Annabell (kleines Volk), was mich natürlich sehr freute.
Gleich mal mit dem Handy ein Video gedreht.
Und mit dem Fotoapparat Fotos geschossen und immer dichter an die Beute herangewagt... Die Bienen umschwirrten mich nur so...
Eine landete auf meiner Hand, ich schüttelte im Reflex die Hand, der Fotoapparat flog weg direkt mit dem ausgefahrenen Objektiv im losen Sand. Danach ging nichts mehr. Sand im Getriebe! Im Fotoladen meinte man, es müsse die Objektiveinheit getauscht werden, diese ist nur leider das Teuerste an der ganzen Kamera :-( Das lohnt nicht... Da die Kamera auch schon ziemliche Macken hatte, muss nun eine Neue her. Dumm gelaufen. Bernd und ich streiten noch darüber, ob die Kosten den Bienen zuzurechnen sind oder nicht :-)
Gestern war ganz viel Betrieb am Flugloch von Annabell (kleines Volk), was mich natürlich sehr freute.
Gleich mal mit dem Handy ein Video gedreht.
Und mit dem Fotoapparat Fotos geschossen und immer dichter an die Beute herangewagt... Die Bienen umschwirrten mich nur so...
| Näher ran! |
| Noch dichter! |
Eine landete auf meiner Hand, ich schüttelte im Reflex die Hand, der Fotoapparat flog weg direkt mit dem ausgefahrenen Objektiv im losen Sand. Danach ging nichts mehr. Sand im Getriebe! Im Fotoladen meinte man, es müsse die Objektiveinheit getauscht werden, diese ist nur leider das Teuerste an der ganzen Kamera :-( Das lohnt nicht... Da die Kamera auch schon ziemliche Macken hatte, muss nun eine Neue her. Dumm gelaufen. Bernd und ich streiten noch darüber, ob die Kosten den Bienen zuzurechnen sind oder nicht :-)
Freitag, 18. Mai 2018
Bienenfernsehen
Was ist neuerdings meine liebste Beschäftigung sobald ich nach Hause komme? Mich vor die Beuten setzen und einfach zuschauen. Bienenfernsehen! Immer interessant, immer passiert irgend etwas. Und es ist so entspannend! Die Bienen sind sammelwütig und kommen manchmal so schwer wieder zu Hause an, dass sie vor der Beute erst mal eine Zwischenlandung machen müssen, um zu verschnaufen. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 82mg kann die Biene mit 45mg Ladung noch fliegen. Im Vergleich: Bernd müsste dann mit einem Rucksack von 38kg noch rennen können!
Was wir hier auf den Fotos sehen, ist aber "nur" Pollen. Den Nektar trägt die Biene in ihrer Honigblase, dieser ist daher nicht sichtbar.
Was wir hier auf den Fotos sehen, ist aber "nur" Pollen. Den Nektar trägt die Biene in ihrer Honigblase, dieser ist daher nicht sichtbar.
| Ankunft zu Hause |
| schwer beladen |
| Sie wusste wohl nicht, dass der Pollen am Hinterbein abgestriffen wird? |
Samstag, 12. Mai 2018
Kontrolle
Heute haben wir noch einmal nach Ihnen geschaut. Wie weit ist der Drohnenrahmen? Wie weit ist der Ausbau der Mittelwandrähmchen in der 2. Zarge? Wie steht es um die Schwarmgefahr?
Das grüne (große) Volk hat den Drohnenrahmen zu Ende ausgebaut und Agatha hat diesen bestiftet. Es ist offene und bereits verdeckelte Drohnenbrut da. Wenn Agatha frühestens am 05.05. begonnen hat zu stiften dann schlüpfen die ersten Drohnen am 29.05.18. Unbedingt vorher müssen wir die Drohnenwabe rausnehmen und vernichten. Dies ist sehr effektiv für die Bekämpfung der Varroa-Milbe, da die Milben kurz vor dem Verdeckeln der Drohnenbrut hineinschlüpfen und dann bis zum Schlupf drin bleiben. Bisher sind in der offenen Brut keine Milben zu sehen.
Die grünen Mädels haben auch 4 Mittelwandrähmchen der oberen Zarge fertig ausgebaut und 2 weitere sind angefangen. In 3 Waben der oberen Zarge ist auch der erste Nektar eingetragen.
Auch in der unteren Zarge wurde eine Mittelwand ausgebaut. Ansonsten gibt es 5 Waben mit viel verdeckelter und offener Brut. Trotzdem ist auch das grüne "große" Volk daher immer noch ein Kleines.
Es gab nicht eine Schwarmweiselzelle und auch keine Nachschaffungszelle. Prima, sie scheinen ausreichend beschäftigt und zufrieden mit der Regierung zu sein.
Das braune (kleine Volk) hat bisher weder mit dem Bau der Drohnenwabe noch dem Ausbau der Mittelwände der 2. Zarge begonnen. Dafür gibt es vier gut mit verdeckelter und offener Brut gefüllte Waben und eine weniger gefüllte sowie einiges mehr an Nektar und Pollen als vor einer Woche.
Die braunen Mädels scheinen etwas unordentlich zu sein, es gibt zum Teil in einer Wabe Brut, Nektar und Pollen wild durcheinander, nicht schön angeordnet als Brutnest und Futterkranz. Dann wieder gibt es auch schöne zusammenhängende Brutnester.
Wird schon werden mit dem Völkchen.
Beide Königinnen waren zu sehen und geschäftig unterwegs.
Also - alles ok, denke ich.
Das grüne (große) Volk hat den Drohnenrahmen zu Ende ausgebaut und Agatha hat diesen bestiftet. Es ist offene und bereits verdeckelte Drohnenbrut da. Wenn Agatha frühestens am 05.05. begonnen hat zu stiften dann schlüpfen die ersten Drohnen am 29.05.18. Unbedingt vorher müssen wir die Drohnenwabe rausnehmen und vernichten. Dies ist sehr effektiv für die Bekämpfung der Varroa-Milbe, da die Milben kurz vor dem Verdeckeln der Drohnenbrut hineinschlüpfen und dann bis zum Schlupf drin bleiben. Bisher sind in der offenen Brut keine Milben zu sehen.
| Wabe mit offener und verdeckelter Drohnenbrut |
Die grünen Mädels haben auch 4 Mittelwandrähmchen der oberen Zarge fertig ausgebaut und 2 weitere sind angefangen. In 3 Waben der oberen Zarge ist auch der erste Nektar eingetragen.
| angefangener Mittelwandausbau: rechts oben fertig, links unten noch nichts |
Auch in der unteren Zarge wurde eine Mittelwand ausgebaut. Ansonsten gibt es 5 Waben mit viel verdeckelter und offener Brut. Trotzdem ist auch das grüne "große" Volk daher immer noch ein Kleines.
Es gab nicht eine Schwarmweiselzelle und auch keine Nachschaffungszelle. Prima, sie scheinen ausreichend beschäftigt und zufrieden mit der Regierung zu sein.
Das braune (kleine Volk) hat bisher weder mit dem Bau der Drohnenwabe noch dem Ausbau der Mittelwände der 2. Zarge begonnen. Dafür gibt es vier gut mit verdeckelter und offener Brut gefüllte Waben und eine weniger gefüllte sowie einiges mehr an Nektar und Pollen als vor einer Woche.
Die braunen Mädels scheinen etwas unordentlich zu sein, es gibt zum Teil in einer Wabe Brut, Nektar und Pollen wild durcheinander, nicht schön angeordnet als Brutnest und Futterkranz. Dann wieder gibt es auch schöne zusammenhängende Brutnester.
| unordentliches Brutnest - Brut, Pollen und Nektar |
| schönes zusammenhängendes Brutnest der Braunen |
Wird schon werden mit dem Völkchen.
Beide Königinnen waren zu sehen und geschäftig unterwegs.
| Annabell - Königin des braunen kleinen Volkes |
| Agatha - Königin des großen grünen Volkes |
Also - alles ok, denke ich.
Montag, 7. Mai 2018
Schwarmgefahr !?
Ach, die armen Völker müssen nun unter der unerfahrenen "Jung"imkerin :-) leiden! Wir mussten sie schon wieder stören. Sorry, Mädels.
Heute morgen schaute ich von unten durchs Flugloch ins grüne Volk und sah, dass die durchhängen! Das bedeutet, sie hängen in einer Traube unterhalb der Rähmchen weil es einfach zu viele Bienen sind. Nach dazu fiel mir ein Bauwerk unterhalb einer Wabe auf, das doch wie ein Schwarmweiselnäpfchen aussah. Das würde alles auf Schwarmstimmung hinweisen.
Hilfe! Gerade angekommen wollen die Grünen (oder zumindest ein Teil davon) doch nicht schon wieder abhauen?
Dann hat es wohl nicht gereicht, dass die Grünen vor 3 Tagen nun 2 Mittelwandrähmchen anstelle einer Brut- und einer Futterwabe erhielten. Die brauchen mehr Platz! Am liebsten hätte ich sofort - morgens um 6:30h - etwas getan. Aber es waren nur 10 Grad - da öffnet man die Beuten lieber nicht. Viel zu kalt für die Brut.
Also habe ich kurz nach 14 Uhr Feierabend gemacht, den ganzen Tag in Unruhe wegen der drohenden Schwarmgefahr. Als ich zu Hause ankam, schien alles ok zu sein. Bernd öffnete die grüne Beute und die Bienen quollen nur so hervor. Nö, da war sicher nichts geschwärmt.
| trotz Rauch quillt der Brutraum fast über |
| falsches Schwarmweiselnäpfchen |
| schön weiter gebauter Drohnenrahmen |
Aber hallo, was sind denn da für unordentliche Mädels dabei? Laden ihren Pollen einfach in den Drohnenbrutrahmen ab!
| Pollen im Drohnenrahmen |
| Nektar |
Wir haben dann eine zweite Zarge mit Mittelwänden als weiteren Brutraum auf beide Völker aufgesetzt. Zwar wird dieser mit Brut und Honig gefüllt werden und unsere Honigernte muss vielleicht noch etwas länger warten, aber mir war wichtig, dass weiter Platz für Brut vorhanden ist und beide Völker erst mal wachsen.
Freitag, 4. Mai 2018
Pollenfarben
Hier sieht man schön die verschiedenen Pollenfarben. Besonders hübsch ist ja der rote Pollen. Er stammt entweder von Taubnesseln (gibts hier im Park) oder von roten Kastanien (keine Ahnung, wo, aber in Bienenreichweite wird es sicher welche geben).
Bestandsaufnahme
Nachdem
die Bienen nun ein paar Tage Zeit hatten, sich an ihr neues Zuhause
zu gewöhnen, haben wir heute erst einmal eine Bestandsaufnahme und
gleichzeitig Durchsicht gemacht.
Wir
haben mit dem braunen – kleinen - Volk angefangen. Die Sorgen wegen
eines eventuell starken Varroabefalls hatten sich zum Glück
erübrigt, nachdem ich für 2 Tage die Windel eingelegt hatte und
sich nicht eine einzige Milbe fand.
| Beute öffnen |
| das braune - kleine - Volk |
Also
heute die Beute geöffnet, etwas Rauch draufgegeben und ein Rähmchen
nach dem anderen angeschaut. Das Ergebnis waren neue Sorgen. Es
fanden sich eine völlig leere und eine nur zu ¼ gefüllte
Futterwabe, 5 Brutwaben mit verdeckelter und offener Brut aber ohne
Futterkranz, der seit Sonntag vorhandene immer noch leere Baurahmen
und die beiden ebenfalls seit Sonntag vorhandenen lehren Rähmchen
mit Mittelwänden.
| leere Futterwabe |
Die
Bienen waren geschäftig und Queen Annabell emsig auf einer der
Brutwaben unterwegs.
Insgesamt
hatte ich den Eindruck, dass mehr Futter vorhanden sein müsste. Die
Waben – mit Ausnahme einer schweren Brutwabe – waren einfach viel
zu leicht. Was tun? Füttern im Mai? Wenn sie sich im Mai nicht
selbst versorgen können – wann dann?
| grünes - großes - Volk |
Dann kamen wir zu dem grünen großen Volk. Schon von oben war zu sehen, dass alle Waben besetzt sind. Es fanden sich vier Futterwaben, 2 schön gefüllt mit Nektar, eine vor allem voller Pollen und eine weniger gefüllt. Fünf Brutwaben waren gut belegt und Queen Agatha war auch zu beobachten. Die Waben machten allein schon vom Gewicht her einen ganz anderen Eindruck als die des braunen Volkes.
Stifte habe ich bei beiden Völkern nicht sehen können – ich glaube mir fehlt einfach noch der richtige Blick dafür. Weiselnäpfchen waren bei beiden nicht vorhanden.
| angefangener Baurahmen für Drohnenbrut |
| Brutrahmen mit Königin Agatha |
| Bernd entfernt den Wildbau vom Oberträger |
Der
Imker hatte mir noch den Tipp gegeben, eine gut verdeckelte Brutwabe
der Grünen bei den Braunen einzuhängen, um sie mit baldigem
Nachwuchs zu unterstützen.. Ja, genau so eine Wabe fand sich bei den
Grünen. Die Bienen wurden in eine Kiste abgefegt und die Braunen
erhielten die Brutwabe und auch gleich noch eine schöne Futterwabe
der Grünen dazu. Ich hoffe, die Grünen nehmen es nicht ganz so
übel. Jedenfalls können die Braunen dadurch stärker werden und den
Grünen wird jede Lust zum Schwärmen abhanden gekommen sein – sie
müssen ja nun erst mal zwei neue Mittelwandrahmen ausbauen. Den
Honigraum habe ich daher erst mal wieder abgenommen.
| Brutwabenspende für das braune Volk |
Zwei
Stunden später schauten wir noch einmal bei den Braunen nach, ob sie
die beiden Waben gefunden und angenommen haben. Jawoll – es war
ordentlich Betrieb auf beiden!
Montag, 30. April 2018
Endlich - die Bienen sind da
Gestern Abend war es endlich soweit - wir haben unsere beiden Bienenvölker aus Berlin-Rosenthal abgeholt. Es sind 2 Ableger, die im letzten Jahr gebildet wurden, mit je einer Königin aus 2017. Die Königinnen sind zum Glück (gelb) gezeichnet, so konnte ich sie gut erkennen, als die Waben umgehangen wurden.
Laut Verkäufer sind es Promenadenmischungen in Richtung Buckfast, beide Völker seien sehr friedlich. Das ist auch sehr gut so, schließlich hatte ich außer Handschuhen keine Schutzkleidung dabei. Ich war davon ausgegangen, dass die Bienen abends nicht mehr so umherfliegen würden. Hihi.
Zuerst etwas Rauch und dann wurde Wabe um Wabe aus der alten Zarge genommen und in unsere Zargen gesetzt. Viele Bienen sind tatsächlich sitzen geblieben. Viele fanden das aber verständlicherweise auch sehr aufregend und flogen herum. Eine versuchte mir in die Nase zu stechen, hat aber nicht ganz geklappt. Dumm war nur, dass sie sich natürlich in den Haaren verfangen können. Bernd hatte eine mit dem Kopf voraus im Haar, da brauchte ich einen Moment, bis ich sie „ausgegraben“ hatte. Wenigstens konnte sie so - Kopf voraus - nicht stechen.
In unsere grüne Beute wurde ein sehr starkes Volk einlogiert. Ich erhielt den Tipp, möglichst schnell einen Honigraum aufzusetzen. Wenn das Volk dann noch Platz braucht, soll ich eine Zarge unter den jetzigen Brutraum setzen.
In die braune Beute kam ein schwächeres Volk. Sie müssen erst mal stärker werden, bevor eine Erweiterung der Beute erfolgen kann.
Es kam noch jeweils ein Baurahmen und eine Futterwabe mit in die Zarge, bei den Braunen auch noch 2 Mittelwände. Dann wurde der Deckel darauf gesetzt und wir warteten, dass die umherfliegenden Bienen durch die offenen Fluglöcher ihr neues Zuhause beziehen. Bei den Grünen hat es eine ganze Weile gedauert, aber dann kehrte Ruhe ein. Fluglöcher verschlossen, die Beuten mit dem Gurt verzurrt und ab ging es nach Hause.
Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass während der Fahrt etwas passieren könnte und die Bienen frei kommen. Der Imker gab mir noch den Tipp, in so einem Fall die Fenster zu öffnen, die Bienen würden nicht stechen sondern ins Helle nach draußen fliegen. Ist aber alles gut gegangen.
Als wir zu Hause ankamen, war es noch einigermaßen hell. Ich fand es eine gute Idee, den Grünen gleich noch den Honigraum aufzusetzen, dann müsste ich sie morgen nicht nochmal stören. Die Zarge war ja sogar schon vorbereitet, so dass es sehr schnell ging. Zum Glück hatte ich mir nun Schutzkleidung angezogen. Ich hatte nicht daran gedacht, dass die Bienen von der Fahrt noch sehr unruhig sein würden, es entstand dann leider große Aufregung im Bienenstock. Sie brummten so laut, wie es bei dem gefürchteten Verbrausen wohl auch ist. Beim Verbrausen heizen die Bienen durch ihre starken Flügelschläge den Stock so stark auf, dass die Waben schmelzen, herunterfallen, die Bienen verkleben und das ganze Volk eingehen kann. Das passiert bei Panik oder wenn die Bienen den Stock durch Flügelschlagen abkühlen wollen, aber keine Frischluft vorhanden ist.
Das Flugloch und der Gitterboden waren aber offen und nach einer Weile hatten sich die Bienen glücklicherweise wieder beruhigt. Bernd hatte vorher noch einen Stich in den kleinen Finger abbekommen.
Leider
gibt es auch schon die ersten Sorgen. Während ich 20 min vor der
Beute saß, haben 3 offenbar kranke Bienen den Stock verlassen. Alle
drei viel zu klein und flugunfähig. Die Erste besonders klein und
mit verkrüppelten Flügeln. Das deutet auf Deforming Wing Virus.
Befallen sind vor allem ohnehin geschwächte Völker. Dagegen gibt es
wohl kein anderes Mittel als die strikte Bekämpfung der Varroamilbe.
Laut Verkäufer sind es Promenadenmischungen in Richtung Buckfast, beide Völker seien sehr friedlich. Das ist auch sehr gut so, schließlich hatte ich außer Handschuhen keine Schutzkleidung dabei. Ich war davon ausgegangen, dass die Bienen abends nicht mehr so umherfliegen würden. Hihi.
Zuerst etwas Rauch und dann wurde Wabe um Wabe aus der alten Zarge genommen und in unsere Zargen gesetzt. Viele Bienen sind tatsächlich sitzen geblieben. Viele fanden das aber verständlicherweise auch sehr aufregend und flogen herum. Eine versuchte mir in die Nase zu stechen, hat aber nicht ganz geklappt. Dumm war nur, dass sie sich natürlich in den Haaren verfangen können. Bernd hatte eine mit dem Kopf voraus im Haar, da brauchte ich einen Moment, bis ich sie „ausgegraben“ hatte. Wenigstens konnte sie so - Kopf voraus - nicht stechen.
In unsere grüne Beute wurde ein sehr starkes Volk einlogiert. Ich erhielt den Tipp, möglichst schnell einen Honigraum aufzusetzen. Wenn das Volk dann noch Platz braucht, soll ich eine Zarge unter den jetzigen Brutraum setzen.
In die braune Beute kam ein schwächeres Volk. Sie müssen erst mal stärker werden, bevor eine Erweiterung der Beute erfolgen kann.
Es kam noch jeweils ein Baurahmen und eine Futterwabe mit in die Zarge, bei den Braunen auch noch 2 Mittelwände. Dann wurde der Deckel darauf gesetzt und wir warteten, dass die umherfliegenden Bienen durch die offenen Fluglöcher ihr neues Zuhause beziehen. Bei den Grünen hat es eine ganze Weile gedauert, aber dann kehrte Ruhe ein. Fluglöcher verschlossen, die Beuten mit dem Gurt verzurrt und ab ging es nach Hause.
Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass während der Fahrt etwas passieren könnte und die Bienen frei kommen. Der Imker gab mir noch den Tipp, in so einem Fall die Fenster zu öffnen, die Bienen würden nicht stechen sondern ins Helle nach draußen fliegen. Ist aber alles gut gegangen.
Als wir zu Hause ankamen, war es noch einigermaßen hell. Ich fand es eine gute Idee, den Grünen gleich noch den Honigraum aufzusetzen, dann müsste ich sie morgen nicht nochmal stören. Die Zarge war ja sogar schon vorbereitet, so dass es sehr schnell ging. Zum Glück hatte ich mir nun Schutzkleidung angezogen. Ich hatte nicht daran gedacht, dass die Bienen von der Fahrt noch sehr unruhig sein würden, es entstand dann leider große Aufregung im Bienenstock. Sie brummten so laut, wie es bei dem gefürchteten Verbrausen wohl auch ist. Beim Verbrausen heizen die Bienen durch ihre starken Flügelschläge den Stock so stark auf, dass die Waben schmelzen, herunterfallen, die Bienen verkleben und das ganze Volk eingehen kann. Das passiert bei Panik oder wenn die Bienen den Stock durch Flügelschlagen abkühlen wollen, aber keine Frischluft vorhanden ist.
Das Flugloch und der Gitterboden waren aber offen und nach einer Weile hatten sich die Bienen glücklicherweise wieder beruhigt. Bernd hatte vorher noch einen Stich in den kleinen Finger abbekommen.
![]() |
| da sind sie endlich |
| letzte Handgriffe |
Heute
Morgen um 6h war dann völlige Ruhe in den Beuten, bei den Grünen
lagen 2 tote Bienen auf dem Bodengitter, bei den Braunen gar nichts.
Leider musste ich zur Arbeit. So gern wäre ich geblieben und hätte
mir ihre ersten Erkundungsflüge angeschaut.
Ganz herzlichen Dank an den Imker, der mir noch viele Ratschläge mit auf den Weg gab.
Ganz herzlichen Dank an den Imker, der mir noch viele Ratschläge mit auf den Weg gab.
| Betrieb am Flugloch |
| an der Teichtränke |
| ganz schwere Pollenhöschen |
Trotzdem
werde ich dem Imker mal schreiben.
| kranke Biene |
| kranke Biene |
Samstag, 14. April 2018
Kurz vor dem Start
Ich
hatte ja schon seit einigen Jahren die Idee, dass ich gern Bienen
haben möchte.
Ich
hab mich schon immer für Tiere interessiert, die Völker bilden –
egal ob es sich um Ameisen, Termiten oder eben Bienen handelt. Das
Beobachten ist einfach spannend und bei Bienen kommt die wunderbare
Möglichkeit hinzu, eigenen Honig zu ernten (wir als Läufer haben
einen recht großen Verbrauch) und noch dazu hilft es der Umwelt.
Ich
hab mich also immer mal wieder etwas sachkundig gemacht und immer
wenn es die Möglichkeit gab, einen Imker mit Fragen zu löchern,
habe ich diese genutzt. Das Projekt blieb allerdings stecken, weil
ich den Umgang mit einer älter gewordenen Königin so grausam finde.
Sie wird einfach getötet, zerquetscht. Sie hat ein, zwei oder drei
Jahre sämtliche Brut hervorgebracht und das Volk gelenkt und das ist
der Dank.
Das
Problem, einen angemessenen Altersruhesitz für die Königin zu
finden, ist ungelöst. Trotzdem wurde der Wunsch nach eigenen Bienen
nun doch sehr groß und dieses Jahr geht’s los.
In
den letzten Wochen besorgte ich die Ausrüstung. Ein größeres
Problem war – wo bekomme ich die Bienen her? Ich wollte gern welche
aus der Gegend und zwar möglichst als Ableger. Ich schrieb ein paar
Imkervereine an und fand dann aber ein Inserat eines Imkers aus
Berlin-Pankow bei Imkermarkt.de. Juhu! Er hatte noch Ableger für
mich und wir wurden uns schnell einig. In 16 Tagen können wir 2
Ableger abholen!
Inzwischen
haben wir die letzten Vorbereitungen für das neue Zuhause der Bienen
getroffen. Ich werde in Magazinen imkern. Die Beuten sind besorgt und
gestrichen, die Mittelwände eingelötet. Das Einlöten der
Mittelwände ist eine besonders schöne Arbeit, die Mittelwände aus
reinem Bienenwachs sehen so schön aus und riechen so gut.
| Beuten bemalen |
| Mittelwände einlöten |
Abonnieren
Posts (Atom)







